Die Mülchi-Hornusser am Eidg. Hornusserfest in Höchstetten
Freitagmorgen, 9.30 Uhr:
Seltsames ereignet sich unter der Eiche im Hornusserhaus. Im Kreis stehen die Mannen und die "Hornussrgeister" werden angerufen. Schenkt uns Kraft, schenkt uns ein gutes Auge, gebt uns eine sichere Hand und steht uns bei.
So ging es los nach Höchstetten. Bald schon gab es ein riesigen Knall - das Startzeichen zum Fest war gegeben.
Und es sollte der "Knaller" werden für die Mülchiger. Mit einer hervorragenden Mannschaftsleistung im Ries aber auch beim Schlagen beendeten wir den ersten Tag. Ja gross war unsere Freude, als am Abend nach einem guten Essen im Festzelt, der 8. Zwischenrang zur Tatsache wurde.
2. Tag, 8.00 Uhr:
Wieder wurde der "Hornusser-Manitou" um Beistand gebeten. Beim Ritual gab es einen ganz kleinen Zwischenfall - sollte das etwa ein schlechtes Vorzeichen für uns sein ?
Volle Konzentration im Ries und eine noch bessere Schlagleistung war der Auftakt zum zweiten Tag. Langsam wurde allen klar - noch ein letztes Mal ins Ries, noch ein letztes Mal für 40 Minuten vollen Einsatz - ja dann, ja dann - dann kam es anders als wir alle uns das vorgestellt hatten. Die Hornussergeister haben uns für kurze Zeit verlassen und so konnten wir einen Nouss trotz letztem Einsatz nicht abfangen.
Die überragende Schlagleistung von unserem Pädu mit dem "Silberkranz", die weiteren fünf Kopfkränze und die drei Medaillenliessen die Bitterkeit der Niederlage schnell vergessen und die Freude kehrte bald zurück.
Zwei grossartige Hornussertage mit einer bemerkenswerten Leistung der ganzen Mannschaft gingen mit dem 17. Schlussrang zu Ende. Die "Gratwanderung" zwischen einem absoluten Erfolg und einer bitteren Niederlage - diese Gratwanderung ist schmal.
Dieses Mal war sie zu schmal für die Mülchi-Hornusser. Aber wir werden wieder kommen.
Mülchi, 24.08.2009
Bruno Sollberger

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